Produktbeschreibung
He is a mensch bzw. she is a mensch ist im umgangssprachlichen Englisch ein Ausdruck für eine Person, die verlässlich, ehrlich, charakterstark ist.
Der Ausdruck geht zurück auf den jiddischen Begriff mentsh und betont bei Menschen Charakter, Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein. Mentsh genannt zu werden, ist eine Ehre.
Die als erste im Bildungsplan aufgeführten Kompetenzfelder stehen im Bildungsplanbereich Mensch. Auf den ersten Blick klingt Mensch simpel, scheint im Unterricht leicht zu verankern zu sein, ist schon von sich aus Unterrichtsthema, ohne dezidiert geplant und vorbereitet zu sein, spricht auch religiös kaum sozialisierte Schüler*innen an – so die ersten Assoziationen. Beim Bildungsplanbereich Mensch geht die Balance zwischen Theologie und Bezug zur Lebenswelt von Schüler*innen am deutlichsten Richtung Lebenswelt. Ein Blick in den Bildungsplan bestätigt das, relativiert jedoch die Annahme, dass es sich hierbei um ein nur wenig komplexes Themenfeld handle. Die in den Bildungsplänen Förderschwerpunkt Lernen und Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ausgewiesenen Denkanstöße, Kompetenzen, beispielhaften Inhalte und exemplarischen Aneignungs und Differenzierungsmöglichkeiten zeigen auf, dass der Bereich Mensch recht vielschichtig ist.
Die vorliegende Publikation bezieht sich in den Unterrichtsentwürfen auf Vorgaben des Bildungsplans, ohne sie gänzlich ausschöpfen zu können. Bei der Konzeption der Publikation wurden die grundlegenden Linien Leben lernen – Glauben lernen – Glauben leben mitbedacht.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Autor*innen Sabine Mirbach, Insa Rohrschneider, Eva Martus, Martina Henn, Michael Decker, Josef Gottschlich, Thomas Belke und Maria Theresia Zeidler. Es ist eine große und schöne Aufgabe, Schüler*innen bei ihrer Identitätsfindung zu begleiten und daran mitzuwirken, dass sie in ihrem Leben immer wieder die Erfahrung machen können, mentsh zu sein und als mentsh erkannt und anerkannt zu werden. Dass sie in ihrem Leben auf Wegbegleiter treffen, die sich ihnen als mentsh er weisen, es gut mit ihnen meinen, ist unser Wunsch als Religionslehrer*innen. Die Erfüllung dieses Wunsches haben wir letztendlich nicht in der Hand, wiewohl wir auch im Rahmen unserer schulischen Möglichkeiten im Religionsunterricht und in der Schulpastoral daran mitwirken.
Mögen die Beiträge in vorliegender Publikation Ihnen Anregungen geben, existenzielle Lebensfragen von Schüler*innen aufzugreifen, diese Fragen vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens zu erschließen und so zur Identitätsfindung von Kindern und Jugendlichen beizutragen.